|
Sonntag, 26. Mai 2013
Entspannung in der Schule - Teil 2: Entspannung für LehrkräfteWarum Entspannung für LehrerInnen wichtig ist In belastenden und anforderungsreichen Situationen aktiviert der Körper ein Notprogramm, das die Bewältigung dieser Situationen ermöglichen soll. Kreislauf und Stoffwechselvorgänge werden aktiviert, um zusätzliche Energie bereitzustellen. Im Laufe eines Schultages, an dem verschiedene Anforderungen rasch hintereinander auftreten, besteht oft keine Möglichkeit zur notwendigen Deaktivierung dieses Erregungs- und Spannungszustandes und zur Regeneration von Energien. Das vegetative Nervensystem bleibt in Alarmbereitschaft. Wird das zum Dauerzustand, können Stresssymptome und in der Folge Erkrankungen entstehen. Kurzentspannung zwischendurch Der Schulalltag ist meist so organisiert, dass wenig Möglichkeiten für einen angenehmen Wechsel von Anspannung und Entspannung bestehen. Deshalb ist es für LehrerInnen wichtig, selbstständig für kurze Entspannungsphasen zu sorgen. Es gibt verschiedene Entspannungstechniken, die leicht zu erlernen sind und allein oder gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern durchgeführt werden können. Ein Beispiel dafür ist die Progressive Muskelentspannung: Dabei werden Muskeln zunächst angespannt und dann entspannt. Das senkt den Muskeltonus und hilft, sich zu erholen (siehe Praxistipp unten). Eine weitere Möglichkeit der Kurzentspannung bieten kleine Wahrnehmungsübungen. Dabei geht es um bewusstes Wahrnehmen und Erleben mit allen Sinnen:
Eine gesunde Schule kann sich zum Ziel nehmen, die innere Uhr der Beteiligten stärker zu berücksichtigen und Platz für Phasen der Regeneration einzuplanen. Um eine bessere Balance von Leben und Lernen herzustellen, gibt es viele organisatorische Möglichkeiten - z.B.:
"Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens". (John Steinbeck)
Praxistipp KurzentspannungProgressive Muskelentspannung Dauer: 2 Minuten Setzen Sie sich aufrecht und bequem auf einen Sessel. Schließen Sie die Augen und erforschen Sie Ihren derzeitigen Zustand: Wie fühlen sich Ihre Muskeln an? Warm? Schwer? Angespannt?
Nun entspannen Sie sich wieder. Lockern Sie Ihre Muskeln, legen Sie die Hände locker auf die Oberschenkel. Fühlen Sie den Zustand der Erleichterung im Nacken und in den Armen, wenn die Spannung nachlässt. Atmen Sie gleichmäßig tief ein und langsam aus. Lassen Sie mit jedem Ausatmen weiter Spannung aus Ihren Muskeln weichen.
Nun entspannen Sie sich wieder, legen die Hände locker auf die Oberschenkel und atmen tief.
Nach: Lange-Schmidt, I.: minis machen’s möglich. Salzhausen 2005. S. 78-80.
Neue GIVE-Publikation "Unterwegs als gesunde Schule"Mit der Broschüre "Unterwegs als gesunde Schule" lädt GIVE Sie zu einer Entdeckungsreise in Ihrer Schule ein. Auf verschiedenen Inseln erhalten Sie Tipps und praktisches Rüstzeug für das Unterwegs-Sein als gesunde Schule. Darunter finden sich sowohl Ideen für Einsteiger-Schulen als auch Nützliches für Schulen, die auf vielen "Schätzen" aufbauen können. Die Autorin Eva Mitterbauer kann auf langjährige Erfahung in der schulischen Gesundheitsförderung zurückblicken und war Leiterin des Wiener Netzwerks Gesundheitsfördernde Schulen.
|
||
|
|||
| Newsletter abmelden | ||